Gehackt werden

Hacken heißt – laut Duden – „durch geschicktes Ausprobieren und Anwenden verschiedener Computerprogramme mithilfe eines Rechners unberechtigt in andere Computersysteme eindringen”. HackerInnen brechen also ein, um an Daten und Informationen zu kommen. Das klappt entweder, weil sie das Passwort kennen, weil es Sicherheitslücken gibt oder weil Schadsoftware installiert werden konnte, die den Zugriff ermöglicht.

Bist du schon mal selbst gehackt worden? Oder kennst du vielleicht jemanden, dem das passiert ist?

Es gibt viele Arten von Hackerangriffen. Wir schauen uns ein paar Beispiele an.

Schadsoftware

Durch manipulierte oder infizierte Apps, Webseiten oder Dateien gelangt Schadsoftware auf Smartphones, Tablets, Notebooks oder PCs. Die Geräte können sich auch infizieren, wenn sie per USB-Kabel mit einem anderen – infizierten – Gerät verbunden sind. Danach kann alles, was auf dem Gerät ist, angeschaut oder gestohlen werden, z. B. auch Login-Daten mit Passwörtern. Es kann sogar geschehen, dass das Handy selbständig teure Premium-SMS versendet oder einfach nicht mehr funktioniert.

Vorsicht Lockvogel

Besonders gemein ist, wenn du auf einen Virenschutz vertraust, hinter dem sich eine solche Schadsoftware versteckt. checked4you (das Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) berichtet über solche Fake-Warnungen und gibt Sicherheits-Tipps: „Handy-Viren greifen Akku an? Bloß nichts antippen!”.

Ein Beispiel für eine andere Masche in 2018: Android User warten 2018 ungeduldig auf die Fortnite-App für ihre Smartphones. Diese soll nach Angaben von Epic Games „im Sommer 2018” auf den Markt kommen. Im Juni 2018 tauchen dann Links zu Vorab-Versionen auf. Bei Installation dieser angeblichen Fortnite-App gelangt allerdings meist Schadsoftware auf das Smartphone. Auf dem Portal mobilsicher.de gibt es einen Bericht dazu: „Fortnite für Android? Achtung Betrug!“

Nur heute kostenlos oder unwiderstehlich günstig?

Klingt super – kann aber täuschen. Diese Angebote sind oft mit infizierten Seiten verlinkt. Sie kommen als PopUp auf deinen Bildschirm bzw. dein Display oder per SMS bzw. WhatsApp-Nachricht auf dein Handy. Manche der Links führen dich auf Seiten, wo du Name, Adresse und Mobilnummer eintragen musst. Füllst du das aus, steigt dein Risiko, künftig nicht nur Spam, sondern auch Links mit Schadsoftware geschickt zu bekommen.

Login-Daten und Passwörter

Einbrecher steigen durch Fenster oder Türen in Gebäude ein, Hacker brauchen Login-Daten und Passwort, um Accounts in Besitz zu nehmen. Profile bei Online-Spielen, Messengern, sozialen Netzwerken oder Online-Shops sind attraktive Ziele für Hacker. Man nennt das „Identitätsdiebstahl”.

Bei einem Spiel-Account geht es dem Hacker darum, teure Ausstattung zu klauen oder auf Kosten des Opfers Spiele und Equipment zu kaufen. Zusätzlich kommt der Hacker an die Daten der persönlichen Kontakte.
Hier ein Beispiel aus dem Magazin gamestar: „Fortnite – Accounts gehackt, Spieler verlieren hunderte Dollar”

Bei Messengern und sozialen Netzwerken (wie Facebook oder Instagram) will der Hacker vor allem Zugang zu den persönlichen Kontakten. Die E-Mail-Adressen oder Mobilnummern der Kontakte nutzt er dann für neue Angriffe. Und ganz fies: Die Kontakte erhalten Hilferufe mit der Bitte, Geld zu überweisen.

Zu Accounts in Online-Shops gehören Bankdaten. Wenn der Hacker diese kennt, kann er auf Kosten anderer einkaufen oder unrechtmäßige Abbuchungen durchführen. Beispiel bei checked4you: „Identitätsdiebstahl – Was tun?“

Sicherheitsrisiko WLan und öffentlicher Hotspot

WLAN nutzen und wertvolles Datenvolumen sparen – das ist schon praktisch. Nutzt man das WLAN zuhause, ist der Datenaustausch meist verschlüsselt und der Zugang passwortgeschützt. Ganz anders ist es unterwegs: Auf der Straße, in Cafés oder öffentlichen Gebäuden gibt es oft offenes WLAN. Man muss es nur antippen und ist drin. Alle, die sich in Reichweite dieses WLAN befinden, bewegen sich im gleichen Netz. Das macht den Zugriff auf die anderen Geräte ziemlich einfach. Gib bei offenem WLAN also niemals deine Login-Daten ein oder führe Online-Zahlungen durch.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stellt auf dem Portal „BSI für Bürger” Tipps zur sicheren WLAN-Nutzung bereit: „Öffentliche WLANs”

Bei checked4you erfährst du, wie du sicher mit und ohne WLAN unterwegs bist: „WLAN unterwegs abschalten„

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.