Gehackt werden

Hacken bedeutet, unberechtigt in andere Computersysteme einzudringen. Hacker*innen brechen also digital ein, um an Daten und Informationen zu kommen. Das klappt entweder, weil sie das Passwort herausfinden, weil es Sicherheitslücken gibt oder weil Schadsoftware installiert werden konnte, die den Zugriff ermöglicht.

Schadsoftware

Durch manipulierte oder infizierte Apps, Websites oder Dateien gelangt Schadsoftware auf das Smartphone oder den PC. Die Geräte können sich auch infizieren, wenn sie per USB-Kabel mit einem anderen – infizierten – Gerät verbunden sind. Danach kann alles, was auf dem Gerät ist, angeschaut oder gestohlen werden, z. B. auch Login-Daten mit Passwörtern.

Vorsicht Lockvogel

Besonders gemein ist es, wenn Du auf einen Virenschutz vertraust, hinter dem sich eine solche Schadsoftware versteckt. checked4you (das Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) berichtet über solche Fake-Warnungen und gibt Sicherheits-Tipps: Handy-Viren greifen Akku an? Bloß nichts antippen!

Nur heute kostenlos oder extrem günstig?

Klingt super – kann aber täuschen. Diese Angebote sind oft mit infizierten Seiten verlinkt. Sie kommen als PopUp auf Deinen Bildschirm oder per Nachricht auf Dein Handy. Manche der Links führen Dich auf Seiten, wo Du Name, Adresse und Mobilnummer eintragen musst. Füllst Du das aus, steigt Dein Risiko, zukünftig nicht nur Spam, sondern auch Links mit Schadsoftware geschickt zu bekommen. Diese Methode nennt man „Phishing“.

klicksafe hat eine Checkliste zusammengestellt, wie Du eine Phishing-Nachricht oder -Mail erkennen kannst.

Login-Daten und Passwörter

Einbrecher steigen durch Fenster oder Türen in Gebäude ein, Hacker*innen brauchen Login-Daten und Passwort, um Accounts in Besitz zu nehmen. Profile bei Online-Spielen, Messengern, sozialen Netzwerken oder Online-Shops sind attraktive Ziele. Man nennt das „Identitätsdiebstahl”.

Bei einem Spiel-Account geht Hacker*innen darum, teure Ausstattung zu klauen oder auf Kosten des Opfers Spiele und Equipment zu kaufen. Bei Messengern und sozialen Netzwerken wollen sie vor allem Zugang zu den persönlichen Kontakten. Die E-Mail-Adressen oder Mobilnummern der Kontakte nutzen sie dann für neue Angriffe. Zu Accounts in Online-Shops gehören Bankdaten. Wenn Hacker*innen diese kennen, können sie auf Kosten anderer einkaufen oder unrechtmäßige Abbuchungen durchführen. Beispiel bei checked4you: Identitätsdiebstahl – Was tun?

Sicherheitsrisiko WLAN und öffentlicher Hotspot

WLAN nutzen und wertvolles Datenvolumen sparen – das ist schon praktisch. Nutzt man das WLAN zuhause, ist der Datenaustausch meist verschlüsselt und der Zugang passwortgeschützt. Ganz anders ist es unterwegs: Auf der Straße, in Cafés oder öffentlichen Gebäuden gibt es offenes WLAN. Man muss es nur antippen und ist drin. Alle, die sich in Reichweite befinden, bewegen sich im selben Netz. Das macht den Zugriff auf die anderen Geräte ziemlich einfach. Gib bei offenem WLAN also niemals Deine Login-Daten ein oder führe Online-Zahlungen durch.

Bei checked4you erfährst Du, wie Du sicher mit und ohne WLAN unterwegs bist: WLAN unterwegs abschalten

Selbstschutz

Nutze die Online-Portale der Expert*innen und informiere Dich über Einstellungsmöglichkeiten und aktuelle Risiken:

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst Du Dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die Du Dich kostenlos wenden kannst, auch ohne Deinen echten Namen zu nennen!


Logo - Nummer gegen Kummer

Allein mit Deinen Problemen? Wir sind für Dich da – anonym, vertraulich und kostenlos
  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
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  • Online-Beratung per Mail oder Chat
  • em@il-Beratung: Antwort innerhalb von 48 Stunden

www.nummergegenkummer.de


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Telefon-, Mail- und Chatberatung

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Komfortable Suchanfrage – Postleitzahl und Art der Beratungsstellen

www.dajeb.de

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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn Du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in Deiner Nähe verbunden, die Deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der Du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, Dir mit Deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst Du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die Dir von der Rettungsstelle gestellt werden – Du musst sie Dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von Dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst Du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst Du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.