Gewalt und Gewaltvideos im Internet

Darstellung von Gewalt

Gewalt im Netz kann auf verschiedenen Wegen verbreitet werden, z.B. durch Gewaltvideos auf YouTube, brutale Bilder im Gruppenchat oder Hassbotschaften und bedrohliche Nachrichten bei Instagram & Co.

Gewalt hat unterschiedliche Formen: Verletzungen, Tötungen und Zerstörungen durch Krieg oder Folter gehören dazu. Aber auch wüste Beschimpfungen, Beleidigungen oder Streitereien. Gewalt im Netz kann sich gegen Menschen, den eigenen Körper, Tiere oder Gegenstände richten.

Es gibt viele Gründe für Gewalt. Sie wird z. B. angewendet:

  • um Macht zu demonstrieren
  • um sich zu rächen oder sich zu wehren
  • aus Angst, Wut oder Hass
  • aus Spaß oder Langeweile
Verbreitung von Gewalt im Netz

Gewaltinhalte erhalten online schnell eine große Reichweite – durch liken, teilen oder kommentieren. Auch wenn Du nicht nach solchen Inhalten suchst, kannst Du damit in Kontakt kommen: durch vorgeschlagene Beiträge, in Chroniken und Newsfeeds. Manchmal werden Gewaltinhalte als Mutprobe verschickt. In anderen Fällen wollen Nutzer*innen über Social Media auf grausame Geschehnisse in der Welt aufmerksam machen.

Selbstschutz – Das kannst Du tun
  • Auch wenn die Neugier bei Gewaltinhalten groß ist: Wegklicken statt Hinschauen!
  • Mach andere nicht auf etwas aufmerksam, das Du selbst nicht sehen willst!
  • Melde die Inhalte direkt in der App. Wie das geht, erfährst Du auf der Seite Probleme melden oder beim Kompass Social Media.
  • Sprich mit Freund*innen oder einer erwachsenen Vertrauensperson. Darüber reden hilft, wenn man etwas Schockierendes gesehen hat.
Technische Hilfsmittel

Dabei handelt es sich eigentlich um Tipps für Eltern, die ihre Kinder schützen möchten. Aber natürlich kannst Du auch Dich selbst vor Gewaltinhalten durch den Einsatz von Filtern schützen.

Strafbare Inhalte

Viele Formen der Gewaltdarstellung oder auch die Verbreitung von Gewalt im Internet stellen eine Straftat dar. Wer solche Inhalte online findet, sollte sie melden. Ein Meldeformular findest Du weiter unten bei „Melden/Beschweren“.

Für Straftaten ist die Polizei zuständig. Hier findest Du eine Übersicht des Bundeskriminalamts über die Dienststellen in Deinem Bundesland. Teilweise gibt es Internetwachen, bei denen man online Hinweise geben und Anzeige  erstatten kann. Lass Dir dabei von einer erwachsenen Vertrauensperson helfen.

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst Du Dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die Du Dich kostenlos wenden kannst, auch ohne Deinen echten Namen zu nennen!


Logo - Nummer gegen Kummer

Allein mit Deinen Problemen? Wir sind für Dich da – anonym, vertraulich und kostenlos
  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
  • Online-Beratung per Mail oder Chat
  • em@il-Beratung: Antwort innerhalb von 48 Stunden

www.nummergegenkummer.de


WEISSER RING e.V.

Du oder jemand aus Deinem Umfeld ist Opfer einer Straftat geworden? Wir helfen Kriminalitätsopfern – anonym, bundesweit, kostenfrei.


Logo Save me Online
  • Beratung, Hilfe und Unterstützung bei Anmache im Netz, (Cyber-)Mobbing, Problemen mit Sexting, sexuellem Missbrauch, Zusendung von Pornos oder anderen sexuellen Übergriffen
  • Bundesweit, kostenfrei und anonym
  • E-Mail: beratung@save-me-online.de
    Mo – Fr  –  Antwort innerhalb von 48 Stunden
  • Hilfetelefon: 0800 22 55 530
    Mo, Mi, Fr von 9 bis 14 Uhr, Di, Do von 15 bis 20 Uhr

www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


Logo TelefonSeelsorge

Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de


Logo - Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V.
Datenbank: Beratung in Ihrer Nähe

„Beratungsführer online“ der DAJEB
Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V.

Komfortable Suchanfrage – Postleitzahl und Art der Beratungsstellen

www.dajeb.de

Hast Du den Inhalt oder die Nutzer*innen, die Dich stören, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie Du das machst, findest Du auf der Seite Probleme melden oder im Kompass Social Media.

Wenn Du damit nicht weiterkommst, können Dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzer*innen, mit Betreiber*innen oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für Deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst Du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn Du Gewaltdarstellungen meldest, prüfen die Beschwerdestellen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Du hast eine Frage oder ein Problem und möchtest sofort mit jemandem reden?
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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn Du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in Deiner Nähe verbunden, die Deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der Du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, Dir mit Deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst Du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die Dir von der Rettungsstelle gestellt werden – Du musst sie Dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von Dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst Du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst Du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.