Challenges / Mutproben

Challenges und Mutproben gibt es schon immer. Durch das Internet sind sie aber viel bedeutsamer geworden. Erstens verbreiten sie sich als Internet-Hype sehr schnell. Zweitens dienen Fotos und Videos mit den entsprechenden Hashtags als Beweise, die dann bei Twitter, Instagram oder YouTube geteilt werden. Das kann den Druck erhöhen, mitzumachen, um möglichst viele Likes und Kommentare zu bekommen.

Die Ice-Bucket-Challenge (#alsicebucketchallenge), bei der sich Menschen für einen guten Zweck einen Kübel Eiswasser über den Kopf gossen, ist auf diese Weise berühmt und eine erfolgreiche Spendeninitiative geworden. Weltweit wurden 190 Millionen € für die Erforschung der Krankheit ALS gesammelt (Quelle: Charité Berlin).

Problematisch wird es, wenn die zu erfüllende Aufgabe besonders schwer oder riskant ist. Oder, wenn man sich dabei schaden/verletzen kann. Für manche ist es keine Frage, sie machen bei so etwas einfach nicht mit. Wer mitmacht, trägt das Risiko, zu scheitern. Oft spielt Gruppendruck eine Rolle und man macht mit, obwohl man es gar nicht möchte.

Lass dich nicht unter Druck setzen
  • Rede mit deinen Freundinnen und Freunden. Du bist wahrscheinlich nicht allein, wenn du keine Lust hast, deine Gesundheit oder sogar dein Leben zu riskieren.
  • Überlegt Euch selbst Aufgaben, die spannend und anspruchsvoll, aber nicht gefährlich sind.
  • Hör auf dein Bauchgefühl.
  • Informier dich über Risiken und Nebenwirkungen.
    Beispiel Zimt-Challenge: Da ging es darum, einen Löffel pures Zimtpulver zu essen, was zu starken Hustenanfällen und Ersticken führen kann.
Du machst dir Sorgen um eine Freundin oder einen Freund?

Sprich direkt mit ihr oder ihm darüber und zeige, dass du da bist und helfen möchtest. Aber vergiss nicht: Es ist nicht deine Aufgabe, das Problem zu lösen. Als Freundin oder Freund seid ihr euch dafür zu nahe und es fehlt der Blick von außen. Ermutige sie oder ihn, sich zu informieren und noch einmal zu überdenken, ob die Teilnahme an einer gefährlichen Challenge wirklich sein muss. Weiter unten findest du ein paar Links mit weiteren Tipps und Informationen.

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


Logo - Nummer gegen Kummer

Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
  • em@il-Beratung
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort innerhalb von 48 Stunden

www.nummergegenkummer.de


Logo JUUUPORT Beratung
Anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche
  • Persönliche Online-Beratung durch Scouts
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort in der Regel innerhalb von 48 Stunden

www.JUUUPORT.de


Logo der bke Jugendberatung
Du hast genug von Challenges und Mutproben und weißt nicht so recht, wie du aus der Nummer rauskommst?!
  • Onlineberatung durch Fachkräfte
    per Mail, Chat, Forum
  • für Jugendliche von 14 – 21 Jahren
  • einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort innerhalb von 24 Stunden
  • anonym – kostenlos – datensicher

www.bke-jugendberatung.de


Online-Beratung

Online-Beratung jugendnotmail.de

  • Online-Beratung durch Fachkräfte
  • für Jugendliche bis 19 Jahre
  • einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort innerhalb von 24 Stunden
  • vertraulich – kostenlos – datensicher

www.jugendnotmail.de


Logo TelefonSeelsorge

Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn Challenges und Mutproben dazu aufrufen, dich selbst oder andere zu verletzen und zu gefährden oder Bilder und Videos davon verbreitet werden, solltest du das melden. Die Beschwerdestellen prüfen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Du hast eine Frage oder ein Problem und möchtest sofort mit jemandem reden?
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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.