Recht am eigenen Bild

Klick und weg. Viele Menschen fotografieren ständig mit ihrem Smartphone oder Tablet. Die Fotos werden dann versendet oder gepostet. Die Verbreitung ist superschnell und kinderleicht. Aber: Man muss Persönlichkeitsrechte beachten!

Die Personen auf einem Foto müssen erst ihre Erlaubnis geben, bevor das Bild in sozialen Netzwerken (wie Instagram oder WhatsApp) veröffentlicht werden darf. Das Recht am eigenen Bild gilt übrigens auch für Menschen, die sich in öffentlichen Straßen oder Plätzen aufhalten. Solange sie „unwesentliches Beiwerk” sind, ist keine Erlaubnis nötig. Sticht eine Person aber heraus und ist gut erkennbar, darf das Foto nur mit ihrer vorherigen Erlaubnis veröffentlicht werden. Das gilt auch, wenn mehrere Personen zu erkennen sind.

Findest du ein Foto von dir in sozialen Netzwerken oder anderswo im Internet – ohne, dass dich jemand vor der Veröffentlichung gefragt hat – muss das Foto entfernt werden. Darauf hast du ein Recht. Du musst aber nicht sofort einen Anwalt einschalten. Meistens reicht es, per Nachricht oder E-Mail um Entfernung zu bitten. Wichtig ist, eine Frist zu setzen (z. B. drei Tage oder eine Woche). Wird das Bild nicht entfernt, solltest du einen Screenshot als Beweis machen. Dann meldest du das gepostete Bild und das dazugehörige Profil bei dem sozialen Netzwerk. Zeigt dich das Foto in einer peinlichen Situation, solltest du auch eine Anwältin oder einen Anwalt einschalten. Sie helfen dir, „Unterlassung“ zu verlangen. In manchen Fällen besteht sogar Anspruch auf Schadensersatz.

Mehr dazu bei iRights.info

Was ist, wenn ich das Foto zugeschickt bekomme?

Täglich werden Tausende von Bildern geteilt. Schickt dir jemand ein Foto (z. B. bei WhatsApp oder Snapchat) und es zeigt eine andere Person, als die, von der du das Foto bekommen hast, gilt Folgendes: Du darfst es ohne die Erlaubnis der gezeigten Person nicht weiterverbreiten. Schickt dir jemand ein Selfie, kläre am besten erst ab, ob es nur für dich gedacht ist oder du es verbreiten darfst. Bilder können im Netz großen Schaden anrichten. Besonders, wenn sie peinlich sind oder die Privatsphäre dadurch verletzt wird, z. B. bei Nacktbildern. Mehr dazu bei „Privates veröffentlichen“.

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


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Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

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www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

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Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn peinliche Bilder von dir oder anderen (zum Beispiel Nacktbilder) missbraucht werden, prüfen die Beschwerdestellen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.