Fake Profile

Zu den Mobbing-Methoden gehört auch die Erstellung von Fake Profilen oder Fake Accounts. Bloßgestellt und geschädigt werden hier meistens gleich mehrere: die im Profil angegebene Person und Personen, die in beleidigenden Beiträgen genannt werden.

Erste Hilfe-Tipps bei Fake Profilen
  • Versuche, ruhig zu bleiben und einen klaren Kopf zu behalten.
  • Vertraue dich jemandem an und rede darüber. Das kann eine Freundin oder ein Freund sein, deine Eltern oder eine andere erwachsene Person. Du willst lieber erst anonym mit jemandem sprechen? Weiter unten auf dieser Seite findest du Kontakte zu Beratungsstellen, die dir weiterhelfen.
  • Melde das Fake Profil direkt in den Diensten. Wie das funktioniert, erfährst du auf der Seite „Probleme melden” oder beim ‘Kompass Social Media’.
  • Dokumentiere die Angriffe. Sichere Beweise, indem du Chatverläufe sicherst und Screenshots machst. Die Dateien kannst du auf dem Smartphone oder PC speichern.
  • Kenne deine Rechte. Lass dich nicht provozieren und mach dich schlau über gesetzliche Bestimmungen. Niemand darf ungefragt Bilder von dir veröffentlichen oder dich beleidigen.
Fake Profile von anderen

Manche Fake Profile wirken täuschend echt, weil Bilder und Texte aus echten Profilseiten benutzt werden. Man merkt nicht immer sofort, dass es sich um eine Fälschung handelt. Manchmal dauert es lange, bis diese Seiten entdeckt werden.

Wenn dir etwas komisch vorkommt, informiere die Person, um die es angeblich geht. Sie kann das Profil melden und sich überlegen, was sie tun möchte.

Fake Profile als Lockvogel

Im Internet lernst du schnell Leute kennen. Du schließt Freundschaften, ohne dem anderen jemals persönlich zu begegnen. Manche Profile werden extra angelegt, um das Interesse von bestimmten Gruppen zu erwecken. Pädokriminelle Erwachsene (Kriminelle, die Kinder oder Jugendliche sexuell missbrauchen) legen attraktive Profile von Mädchen oder Jungen an, um mit Kindern oder Jugendlichen in Kontakt zu kommen (sogenanntes Cyber-Grooming). Mehr dazu unter „Sexuell belästigt werden“.

Andere nutzen die Anonymität des Internet und experimentieren mit verschiedenen Identitäten. Dabei kommen Fotos von Webseiten oder von anderen Profilen zum Einsatz.

Bilderrückwärtssuche

Ist das Foto echt oder hat hier jemand geklaut? Um das herauszufinden, kannst du das Internet nach einzelnen Fotos durchsuchen. Das hilft dir dabei, Fake Profile oder Fake News zu erkennen (mehr dazu unter „Fake News”).

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


Logo - Nummer gegen Kummer

Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
  • em@il-Beratung
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort innerhalb von 48 Stunden

www.nummergegenkummer.de


Logo JUUUPORT Beratung
Anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche
  • Persönliche Online-Beratung durch Scouts
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort in der Regel innerhalb von 48 Stunden

www.JUUUPORT.de


Logo Save me Online
  • Beratung, Hilfe und Unterstützung bei Anmache im Netz, (Cyber-)Mobbing, Problemen mit Sexting, sexuellem Missbrauch, Zusendung von Pornos oder anderen sexuellen Übergriffen
  • bundesweit, kostenfrei und anonym
  • E-Mail: beratung@save-me-online.de
    Mo – Fr  –  Antwort innerhalb von 48 Stunden
  • Hilfetelefon: 0800 22 55 530
    Mo, Mi, Fr von 9 bis 14 Uhr, Di, Do von 15 bis 20 Uhr

www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


Logo TelefonSeelsorge

Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn peinliche Bilder von dir oder anderen (zum Beispiel Nacktbilder) oder Gewalt- oder Nazibilder verwendet werden, prüfen die Beschwerdestellen die Inhalte genau. Das gilt auch für Fälle, in denen Fake Profile für sexuelle Belästigung oder Cyber-Mobbing benutzt werden.

Die Beschwerdestellen setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


Icon Blaulicht


Du hast eine Frage oder ein Problem und möchtest sofort mit jemandem reden?

Logo TelefonSeelsorge

Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de


Icon Blaulicht

Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.