Respektlose Bilder & Filme

Im Netz kann jeder Inhalte hochladen und veröffentlichen. Doch diese große Freiheit hat auch ihre Schattenseiten. Bilder und Videos, die Personen bloßstellen oder lächerlich machen, sind Beispiele für Cyber-Mobbing.

Das Recht am eigenen Bild im Internet

Es ist unwahrscheinlich, dass beleidigende Bilder oder Filme mit dem Einverständnis der abgebildeten Person verbreitet werden. Für diese Fälle gibt es das „Recht am eigenen Bild“. Dieses Recht besagt, dass die abgebildete Person erst um Erlaubnis gefragt werden muss, bevor die Bilder oder Filme veröffentlicht werden dürfen. Mehr dazu unter „Recht am eigenen Bild“.

Es wurden respektlose Bilder / Filme von dir veröffentlicht

Findest du ein Foto von dir in sozialen Netzwerken oder anderswo im Internet – ohne, dass dich jemand vor der Veröffentlichung gefragt hat – muss das Foto entfernt werden. Darauf hast du ein Recht. Du musst aber nicht sofort einen Anwalt einschalten. Meistens reicht es, per Nachricht oder E-Mail um Entfernung zu bitten. Wichtig ist, eine Frist zu setzen (z. B. drei Tage oder eine Woche). Wird das Bild nicht entfernt, solltest du einen Screenshot als Beweis machen. Dann meldest du das gepostete Bild und das dazugehörige Profil bei dem sozialen Netzwerk. Zeigt dich das Foto in einer peinlichen Situation, solltest du auch eine Anwältin oder einen Anwalt einschalten. Sie helfen dir, „Unterlassung“ zu verlangen. In manchen Fällen besteht sogar Anspruch auf Schadensersatz.

Mehr dazu bei iRights.info

Du bekommst respektlose Bilder / Filme von anderen zugeschickt

Täglich werden Tausende von Bildern und Filmen geteilt. Dazu gehören auch solche, mit denen die abgebildete Person beleidigt oder lächerlich gemacht werden soll. Oft wird erwartet, dass man das Bild oder den Film weiterverbreitet oder einen Kommentar dazu abgibt. Es ist nicht immer leicht, diesem Druck zu widerstehen.

Das Recht am eigenen Bild gilt auch für Fotos oder Filme, die du zugeschickt bekommst. Du brauchst das Einverständnis der abgebildeten Person, bevor du das Material weiterverbreiten darfst. Mehr dazu unter „Recht am eigenen Bild“.

Lass dich nicht unter Druck setzen
  • Rede mit deinen Freundinnen und Freunden oder Leuten aus der Klasse. Du bist wahrscheinlich nicht allein, wenn du nicht bei der Verbreitung beleidigender und respektloser Inhalte mitmachen möchtest.
  • Unterstütze die abgebildete Person, indem du die Leute, die das Material verbreiten, ansprichst oder die geposteten Inhalte meldest.
Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


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Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
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Anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche
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Suchst du jemanden, dem du dich anvertrauen kannst, ohne unangenehme Konsequenzen ertragen zu müssen?
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  • E-Mail: beratung@save-me-online.de
    Mo – Fr  –  Antwort innerhalb von 48 Stunden
  • Hilfetelefon: 0800 22 55 530
    Mo, Mi, Fr von 9 bis 14 Uhr, Di, Do von 15 bis 20 Uhr

www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn du Nacktbilder, pornografische Inhalte oder Gewaltdarstellungen meldest, prüfen die Beschwerdestellen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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www.telefonseelsorge.de


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.