Unsere Podcast-Empfehlung

Podcast-Empfehlung: Digga Fake

Fake News haben hier keine Chance! Podcasterin Victoria Graul gibt in ihrem Podcast @diggafake wertvolle Tipps zur Entlarvung von gefakten News, damit sich diese nicht wie ein Lauffeuer im Netz und über Messenger-Dienste verbreiten. 📢🔉

In ihrer Sendung „Digga Fake“ trifft die Journalistin regelmäßig Expert*innen aus verschiedenen Fachbereichen. Gemeinsam erklären sie auf lockere und verständliche Weise Zusammenhänge, wie man z.B. populistische Parolen und gefährliche Nachrichten erkennt.

Bevor du also das nächste Mal einfach auf den Teilen-Button drückst, kannst du bei Victoria und ihren Gästen lernen, worauf du achten kannst, um nicht in die Fake-News-Falle zu tappen.

Sicherlich fragst du dich, warum gerade Victoria eine Expertin auf dem Gebiet ist. Als Online-Redakteurin arbeitete sie bei der Freien Presse in Chemnitz sowie beim RedaktionsNetzwerk Deutschland RND der Madsack-Mediengruppe in Hannover. Täglich hat sie sich dort im Daily Business mit Fake News herumgeärgert. Heute kommen ihr diese Erfahrungen zugute, die sie gerne mit dir teilen möchte.

Wir finden ihren Podcast super! Hör einfach mal rein!

Unsere Themenseite dazu: Fake News

Bildnachweis:  © Digga Fake, www.instagram.com/diggafake


Digitale Selbstverteidigung, Teil 3

Digitale Selbstverteidigung mit Alex - Teil 3: Passwortsicherheit

Hackerangriffe, Datenklau und Überwachung gehören zu den unangenehmen Dingen, die uns online begegnen können. Mit unserer Instagram-TV-Serie möchten wir Tipps & Infos weitergeben, wie man sich gegen solche Attacken wehren kann.

Den Titel „Digitale Selbstverteidigung“ haben wir gewählt, weil wir finden, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss, was da passiert.  Außerdem kann man die dazugehörigen Skills und Moves – genau wie beim Training einer Sportart – lernen. Bei „Digitaler Selbstverteidigung“ heißt das: informier dich, sei aufmerksam und schütze dich  vor den Angriffen.

Wir produzieren fünf Clips für den Instagram-Kanal von jugend.support. Behandelt werden diese Themen:

  • Phishing
  • Hacker & Schadsoftware
  • Passwortsicherheit
  • Datenschutz-Grundverordnung – Was tut sie für dich?
  • So surfst du anonym

jugend.support hat sich dafür Rat beim Experten Alexander Baetz geholt.  Er ist Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für Privatsphäre und Sicherheit im Internet. Auf seiner Webseite privacytutor.de stellt er „simple Tipps für deinen digitalen Alltag“ bereit. Mehr über Alex erfährst du im Interview, das wir mit ihm geführt haben.

Teil 3 - Passwortsicherheit

Unsere IGTV-Serie erscheint im Sommer 2020. Seit gestern ist „Teil 3 – Passwortsicherheit“ online. Hier fassen wir die wichtigsten Infos und Tipps von Alex zusammen.

Ohne Passwort kannst du dich nicht anmelden oder einloggen. Das heißt aber auch: wer dein Passwort kennt, kann sich damit mit deinem Profil oder in deinem Account anmelden oder einloggen. Den Zugang zu deiner Online-Identität solltest nur du haben.

Den Vergleich mit dem Wohnungsschlüssel hörst du bestimmt nicht zum ersten Mal. Aber tatsächlich muss man auf sein Passwort genauso aufpassen, wie auf den Schlüssel zur eigenen Wohnung. Da möchtest du ja auch mitbestimmen, wer sich in deinem privaten Umfeld aufhalten darf.

Also: Passwort geheim halten und die Tipps von Alex beherzigen:


 

3 Tipps von Alex

Tipp #1: Verwende sichere Passwörter

Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens 8, besser noch 10 Zeichen und einer Mischung aus Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben.

Hier ein Beispiel für ein sicheres Passwort: St1&LcPv*7

Das solltest du vermeiden:

  • Zahlenfolgen wie 123456 - das meist verwendete Passwort neben hallo und Passwort
  • dein Geburtstag - das Datum kennen andere Leute
  • 67441678 - zufällig generierte Zahlenfolge - aber nur Zahlen
  • 1qU*c - gute Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, aber zu kurz

 

Tipp #2: Benutze einzigartige Passwörter

Benutze für jedes deiner Konten ein eigenes Passwort. Immer wieder kommt es zu sogenannten Datenlecks bei einzelnen Diensten. Cyberkriminelle klauen komplette Datensätze der Nutzer*innen, die Namen, Adressen, Benutzernamen, Passwörter und Kreditkarten-Informationen enthalten. Manchmal kommen da mehrere Millionen solcher Datensätze zusammen. Bei Yahoo gab es beispielsweise mehrere Datenlecks, wie in diesem Artikel bei heise.de berichtet wird.

Wie du prüfen kannst, ob ein Account gehackt wurde, erfährst du in dem Artikel von checked4you – das Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: „So findet ihr raus, ob eure Login-Daten geklaut wurden“

Diese geklauten Daten werden oft im Darknet verkauft. Mit der Kombination von Benutzername und Passwort wird dann ausprobiert, in welche anderen Dienste man damit reinkommt. Nutzer*innen, die immer den gleichen Benutzernamen und das gleiche Passwort nehmen, können gleich bei mehreren Diensten geschädigt werden.

 

Tipp #3: Benutze einen Passwort-Manager

Wenn du mehr als 10 verschiedene Accounts hast, lohnt sich der Einsatz eines Passwort-Managers. Du brauchst dann nur ein einziges Master-Passwort für den Passwort-Manager. Es gibt viele Infos zu dem Thema online. Hier unsere Vorschläge, wenn du dich mit dem Thema beschäftigen möchtest:

Wenn dir das zu kompliziert ist, ist es besonders wichtig, dass du Tipp #1 und Tipp #2 beachtest.


 

Und immer dran denken:

Nicht alle im Internet wollen dein Bestes.

Sei aufmerksam!

Das ist ein wichtiger Beitrag zur digitalen Selbstverteidigung.

Wenn Du weitere Fragen oder Anregungen hast, schreib uns eine E-Mail an redaktion@jugend.support.


Mediensucht

#mediensucht

Aktuelle Studie vorgestellt

2018 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Computerspielsucht als Krankheit anerkannt. Ärzt*innen können seitdem die Diagnose Computerspielsucht stellen und z. B. eine Therapie verschreiben, die von der Krankenkasse bezahlt wird. Computerspielsucht ist eine Verhaltenssucht. Das heißt, sie ist „nicht stoffgebunden“, wie das z. B. bei Raucher*innen und Nikotinsucht ist.

Andere Formen der Mediensucht sind zwar nicht als Krankheit anerkannt, die Symptome sind aber vergleichbar. Man kann also auch nach der Nutzung von Social Media-Diensten wie Instagram, TikTok und WhatsApp süchtig werden.

Es geht also um die Gesundheit und deshalb ist das Thema auch sehr wichtig für die Krankenkassen. Denn die bezahlen am Ende die Rechnungen für Arztbesuche, Therapie und Medikamente.

Die DAK-Gesundheit ist eine gesetzliche Krankenkasse. Die Abkürzung DAK steht für „Deutsche Angestellten-Krankenkasse“. Sie hat gemeinsam mit dem DZSKJ, das ist das Deutsche Zentrum für Suchtfragen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), eine Studie zur Social-Media-Abhängigkeit bei 12- bis 17-Jährigen durchgeführt. Die Ergebnisses wurden am 29. Juli 2020 vorgestellt: „So süchtig machen WhatsApp, Instagram und Co.“

Welche Ergebnisse brachte die Studie?

„100.000 Kinder und Jugendliche abhängig von Social Media“ – so fasst eine Überschrift das Ergebnis zusammen. Das sind 2,6 % der 12-17-Jährigen. Wenn wir das auf eine Gruppe mit 40 Schülerinnen und Schülern übertragen heißt das, dass 1 Person davon süchtig ist. Das heißt aber auch, dass 39 Gruppenmitglieder nicht süchtig sind. Das ist erfreulich, da ernste gesundheitliche Probleme durch die intensive Nutzung von Social Media auftreten können, z.B. Depressionen und Schlafstörungen. Dazu kommen soziale Probleme wie Realitätsflucht und Streit mit den Eltern.

Symptome: Wie erkenne ich eine Internetsucht

Im Rahmen der DAK-Studie gibt es dazu diese Auflistung:

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf einen übermäßigen und auch auf einen krankhaften Internetgebrauch hindeuten. Diese Symptome treten besonders häufig auf:

  • Die Internetnutzung (Zeitumfang, Beginn, Ende) kann nicht mehr kontrolliert werden.
  • Freundschaften und andere Hobbies werden vernachlässigt oder aufgegeben.
  • Trotz negativer Folgen wie Konflikte mit Partnern, Problemen am Arbeitsplatz, Schlafmangel etc. wird an der übermäßigen Internetnutzung festgehalten.
  • Auch offline drehen sich die Gedanken unablässig um Online-Aktivitäten.
  • Starkes Bedürfnis, immer mehr und mehr Zeit im Internet zu verbringen.
  • Entzugserscheinungen wie innere Unruhe, Gereiztheit und Aggressivität bei Offline-Aktivitäten.
  • Internetaktivität wird genutzt, um negativen Stimmungslagen zu entfliehen.
  • Familienmitglieder oder andere Personen werden hinsichtlich des tatsächlichen Ausmaßes der Internetnutzung belogen.

Wenn mehrere Symptome über mindestens 12 Monate auftreten, spricht man von einer „internetbezogenen Störung“. Eine Phase, in der man mal mehr online ist, kann immer mal vorkommen. Was man aber nicht vergessen darf: Der Übergang von einer normalen Nutzung zu einer intensiven Nutzung und von der intensiven Nutzung zur Mediensucht ist fließend. Es ist also eine gute Idee, die eigene Mediennutzung zu beobachten.

Was hilft?

Wenn man merkt, dass es zu viel wird, kann man selbst etwas dagegen unternehmen. Medientagebücher, Apps, mit denen ich die mit Social Media verbrachte Zeit messen kann und die Einhaltung von festen Zeiten ohne Smartphone können dabei helfen. Wenn man das aus eigener Kraft nicht schafft, kann man sich Hilfe bei Beratungsstellen und sogenannten Suchtambulanzen holen.

Wo kann ich mich weiter informieren?


Digitale Selbstverteidigung, Teil 3

Digitale Selbstverteidigung mit Alex - Teil 2: Hacker und Schadsoftware

Hackerangriffe, Datenklau und Überwachung gehören zu den unangenehmen Dingen, die uns online begegnen können. Mit unserer Instagram-TV-Serie möchten wir Tipps & Infos weitergeben, wie man sich gegen solche Attacken wehren kann.

Den Titel „Digitale Selbstverteidigung“ haben wir gewählt, weil wir finden, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss, was da passiert.  Außerdem kann man die dazugehörigen Skills und Moves – genau wie beim Training einer Sportart – lernen. Bei „Digitaler Selbstverteidigung“ heißt das: informier dich, sei aufmerksam und schütze dich  vor den Angriffen.

Wir produzieren fünf Clips für den Instagram-Kanal von jugend.support. Behandelt werden diese Themen:

  • Phishing
  • Hacker & Schadsoftware
  • Passwortsicherheit
  • Datenschutz-Grundverordnung – Was tut sie für dich?
  • So surfst du anonym

jugend.support hat sich dafür Rat beim Experten Alexander Baetz geholt.  Er ist Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für Privatsphäre und Sicherheit im Internet. Auf seiner Webseite privacytutor.de stellt er „simple Tipps für deinen digitalen Alltag“ bereit. Mehr über Alex erfährst du im Interview, das wir mit ihm geführt haben.

Teil 2 - Hacker und Schadsoftware

Unsere IGTV-Serie erscheint im Sommer 2020. Seit gestern ist „Teil 2 – Hacker und Schadsoftware“ online. Hier fassen wir die wichtigsten Infos und Tipps von Alex zusammen.

Hackerangriff

Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, kann technisch zur Überwachung der Besitzerin bzw. des Besitzers benutzt werden. Darauf sind nicht nur viele persönliche Daten und Dateien abgelegt, es sagt auch viel aus über die alltäglichen Unternehmungen, Aufenthaltsorte und die Kommunikation: was ich wo mit wem bespreche.

Gezielte Angriffe

Gezielte Angriffe auf einzelne Personen können im Rahmen der Verfolgung von (geplanten) Straftaten durch die Polizei oder Nachrichtendienste erfolgen.

Sogenanntes Cyberstalking kommt hauptsächlich vor bei eifersüchtigen Partner*innen. Dazu wird in einem unbeobachteten Moment eine Spionage-Software auf einem PC, Tablet oder Smartphone installiert. Damit kann man die Zielperson auf Schritt und Tritt beobachten. Infos dazu findest du im Artikel „Spionage-Apps: Schutz vor Überwachung ist möglich“ von mobilsicher.de.

Massenangriffe

Hier handelt es sich um Versuche, schlecht geschützte Geräte zu hacken, um Spionage-Programme zu installieren. Diese werden auch als Schadsoftware oder Malware bezeichnet. Damit können dann die gespeicherten Dateien, Passwörter und weitere Aktivitäten per Kamera, Mikrofon und Tastatur ausspioniert werden. Oder die Geräte und die dazugehörigen Accounts werden benutzt, um Schadsoftware weiter zu verbreiten.

Wo kann ich mich weiter informieren?


 

3 Tipps von Alex

Alex hat folgende Tipps, wie du dich gegen solche Massenangriffe wehren kannst.

 

Tipp #1: Sicherheitsupdates

Hacker*innen suchen und finden Sicherheitslücken, zum Beispiel in Betriebssystemen. Die Schadsoftware, die diese Lücken ausnutzt, ist schnell programmiert und die Angriffe auf ungeschützte Geräte beginnen. Das Ziel ist, möglichst viele Geräte mit Schadsoftware zu infizieren.

Die Anbieter der Betriebssysteme beobachten das genau und sorgen mit regelmäßigen Updates dafür, dass die Sicherheitslücken wieder geschlossen werden. Deshalb:

  • Überprüfe ein Mal im Monat, ob es neue Updates gibt. Falls ja, installiere sie direkt.
  • Falls das Betriebssystem zwischendurch an ausstehende Updates erinnert, installiere sie direkt.

Die Hacker*innen beginnen gleich nach dem Schließen der Sicherheitslücke mit der Suche nach der nächsten Lücke. So geht das immer weiter. Deshalb ist es wichtig, dass du das Thema Sicherheitsupdates ernst nimmst.

Hinweis für Microsoft-Benutzer*innen:

Microsoft hat die Bereitstellung von Sicherheitsupdates für Windows 7 Anfang 2020 eingestellt. Falls du Windows 7 verwendest, solltest du schnellstmöglich ein Update installieren. Anleitungen findet man online. Hier ein Beispiel:
„Windows 10 kostenlos: Windows 7 und 8.1 immer noch gratis aktualisieren“ - Anleitung bei chip.de (Stand: 22.04.2020)

 

Tipp #2: Vertrauenswürdige Programme

Man sollte Programme nicht einfach so installieren, nur weil jemand anderes das empfiehlt oder weil sie kostenlos sind. Vielleicht brauchst du das Programm ja gar nicht.

Viele Funktionen erhält man mittlerweile über Online-Tools, die kostenlos zur Verfügung stehen und dazu noch sicher sind. Eine umfangreiche Liste hat die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz zusammen gestellt. Dazu gehören Mindmaps, Terminplanung, Quiz- und Umfragen-Erstellung: Kollaborative und kooperative Online-Tools für die Bildungsarbeit und die Vernetzung.

Diese Online-Tools funktionieren, ohne dass du etwas herunterladen und installieren musst. Das ist vorteilhaft, denn manche Programme bzw. die Seiten, von denen man sie herunterladen kann, sind nicht vertrauenswürdig. Wenn du diesen Verdacht hast - lass es bleiben.

Installiere nur vertrauenswürdige Programme. Achte also darauf, auf welcher Seite du den Download-Link anklickst. Am besten ist es, wenn der Hersteller bekannt ist, und du das Programm direkt von der Seite des Herstellers herunterladen kannst.

Wenn du nicht sicher bist, schau dich online ein bisschen um. Meistens findet man Testberichte, Empfehlungen oder Warnhinweise.

Auf nicht vertrauenswürdigen Seiten besteht das Risiko, dass nicht das gewünschte Programm, sondern Schadsoftware zum Download angeboten wird.

 

Tipp #3: Antiviren-Programm

Wenn du einen PC benutzt, ist normalerweise ein zuverlässiges Antiviren-Programm vorinstalliert. Hier solltest Du dich vergewissern, dass dieser Antiviren-Schutz aktiviert ist und - siehe Tipp #2 - dass die aktuellste Version installiert wurde.

Ein zusätzliches Antiviren-Programm kann dann Sinn machen, wenn du zusätzliche Funktionen nutzen möchtest, z.B. Kindersicherung, Passwortmanager, E-Mail-Sicherheitsüberprüfung. Wenn Du das nicht brauchst, musst du kein zusätzliches Programm installieren.

Was wirklich nervt: Leider kommt es immer wieder vor, dass Programme, die eigentlich von Expert*innen, von der Stiftung Warentest oder vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlen werden, sich später als doch nicht so gut erweisen. Sei es, weil sie nicht so funktionieren, wie sie sollen, oder weil die Herstellerfirma nicht richtig mit den Daten der Nutzer*innen umgeht. Ein Beispiel vom Januar 2020 war Thema in der WDR-Sendung Digitalistan: „Selbst Avast verkauft Daten: Wir brauchen eine Datenschutz-Ampel“

Du siehst, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und sich zu informieren, bevor du etwas installierst.

 

Wie ist das mit Smartphones?

Tipp #1 und Tipp #2 gelten auch für dein Smartphone.

Achte also auf die Einstellungen und Hinweise zu den Sicherheitsupdates.

Vertrauenswürdige Seiten heißt bei Smartphones: Installiere Apps nur aus den offiziellen Stores, also Playstore (Android) oder App Store (iPhone).

Tipp #3 - ein Antiviren-Programm - ist gar nicht nötig für Smartphones. Das sagt unser Experte Alex Baetz. Allerdings gilt das für vorsichtige User*innen, die immer die aktuellste Version des Betriebssystems nutzen und Apps nur aus den offiziellen Stores beziehen.

Eine Gegenüberstellung von Gründen für und gegen den Einsatz eines Antiviren-Programms für das Smartphone hat das as Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen - checked4you.de - veröffentlicht.


 

Und immer dran denken:

Nicht alle im Internet wollen dein Bestes.

Sei aufmerksam!

Das ist ein wichtiger Beitrag zur digitalen Selbstverteidigung.

Wenn Du weitere Fragen oder Anregungen hast, schreib uns eine E-Mail an redaktion@jugend.support.


Digitale Selbstverteidigung Teil 1: Phishing

Digitale Selbstverteidigung mit Alex - Teil 1: Phishing

Hackerangriffe, Datenklau und Überwachung gehören zu den unangenehmen Dingen, die uns online begegnen können. Mit unserer Instagram-TV-Serie möchten wir Tipps & Infos weitergeben, wie man sich gegen solche Attacken wehren kann.

Den Titel „Digitale Selbstverteidigung“ haben wir gewählt, weil wir finden, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss, was da passiert.  Außerdem kann man die dazugehörigen Skills und Moves – genau wie beim Training einer Sportart – lernen. Bei „Digitaler Selbstverteidigung“ heißt das: informier dich, sei aufmerksam und schütze dich  vor den Angriffen.

Wir produzieren fünf Clips für den Instagram-Kanal von jugend.support. Behandelt werden diese Themen:

  • Phishing
  • Hacker & Schadsoftware
  • Passwortsicherheit
  • Datenschutz-Grundverordnung – Was tut sie für dich?
  • So surfst du anonym.

jugend.support hat sich dafür Rat beim Experten Alexander Baetz geholt.  Er ist Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für Privatsphäre und Sicherheit im Internet. Auf seiner Webseite privacytutor.de stellt er „simple Tipps für deinen digitalen Alltag“ bereit. Mehr über Alex erfährst du im Interview, das wir mit ihm geführt haben.

Teil 1 - Phishing

Unsere IGTV-Serie erscheint im Juli / August 2020. Seit gestern ist „Teil 1 – Phishing“ online. Hier fassen wir die wichtigsten Infos und Tipps von Alex zusammen.

Was bedeutet „Phishing“?

Der Begriff „Phishing“ setzt sich aus den englischen Begriffen „password“ und „fishing“ zusammen. Gemeint ist also das „Fischen nach Passwörtern“.

Was sind Phishing-E-Mails?

Phishing-E-Mails sind gefälschte E-Mails, die möglichst echt aussehen sollen. Dabei werden auch falsche E-Mail-Absender eingesetzt. Oft wird auf nachgebaute Webseiten von einem Unternehmen oder einer Bank verlinkt, die dem Original sehr ähnlich sehen können. Diese nennt man Phishing-Webseiten. Dort soll man sich mit Nutzername und Passwort anmelden – und so kommen die Login-Daten schnell in falsche Hände.

Wenn man in der E-Mail aufgefordert wird, eine Datei herunterzuladen oder auf einen Link zu klicken, geht es den Absendern darum, einen Virus oder Schadsoftware zu installieren. Nach der Installation eines solchen Virus ist es zum Beispiel möglich, die Kamera fernzusteuern oder alle Eingaben auf der Tastatur mitzulesen. So kommen die Cyberkriminellen an die heiß begehrten Passwörter.

Sind diese Phishing-Webseiten weit verbreitet?

Wir haben uns auf die Suche nach zuverlässigen Zahlen dazu gemacht. Bei statista.com sind wir fündig geworden. Dort gibt es eine Statistik zu den entdeckten Phishing-Webseiten von Januar 2015 bis März 2020. Demnach gab es im März 2020 weltweit 60.286 entdeckte Phishing-Webseiten.

Gibt es eine Übersicht zu aktuellen Phishing-Maschen?

Ja. Die Verbraucherzentrale NRW veröffentlicht aktuelle Warnungen in ihrem Phishing-Radar.

Wo kann ich mich weiter informieren?

3 Tipps von Alex

Damit du auf Phishing nicht reinfällst, hier 3 Tipps von Alex, wie du Phishing-E-Mails erkennen kannst:

Tipp #1: Übertrieben wichtiger Inhalt

Ein Hauptgewinn im Lotto oder ein iPhone 11 Pro gewonnen? Das ist so offensichtlich, darauf fallen nicht viele Leute rein. ABER: die Kriminellen werden immer kreativer.

So wurden zum Beispiel in der Corona-Krise E-Mails im Namen des Gesundheitsministeriums herumgeschickt, die dazu aufgefordert haben, ein Corona-Fact-Sheet herunterzuladen.

Oder im Namen der Sparkasse wurde man aufgefordert auf einen Link zu klicken. Die Belohnung: angeblich würden dann die Bankgebühren erlassen.

Tipp #2: Unbekannter Absender

Die E-Mails kommen von einem Absender, der fast echt aussieht. Da muss man genau hinschauen.

Wenn Kriminelle zum Beispiel den Support von Facebook als Absender nehmen, um dich dazu zu bringen, dich mit deinem Facebook-Login anzumelden, könnte das so aussehen: support@facebok.co. Richtig wäre: support@facebook.com.

Manchmal musst du auf den Absender klicken, damit du die ganze Bezeichnung siehst.

Tipp #3: Unbekannte Anhänge und Links

Wenn du E-Mails von unbekannten oder gefälschten Absendern erhältst – siehe Tipp 2 – die möchten, dass du einen Anhang herunterlädst oder auf einen Link klickst: tue es nicht.

Egal wie neugierig du bist: das Anklicken eines Links kann reichen, sich einen Virus oder Schadsoftware einzufangen.

Und immer dran denken:

Nicht alle im Internet wollen dein Bestes.

Sei aufmerksam!

Das ist ein wichtiger Beitrag zur digitalen Selbstverteidigung.

Wenn Du weitere Fragen oder Anregungen hast, schreib uns eine E-Mail an redaktion@jugend.support.


Digitale Selbstverteidigung mit Alex

Digitale Selbstverteidigung mit Alex

Interview zur neuen Instagram-TV-Serie

Hackerangriffe, Datenklau und Überwachung gehören zu den unangenehmen Dingen, die uns online begegnen können. Mit unserer Instagram-TV-Serie möchten wir Tipps & Infos weitergeben, wie man sich gegen solche Attacken wehren kann.

Den Titel „Digitale Selbstverteidigung“ haben wir gewählt, weil wir finden, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss, was da passiert.  Außerdem kann man die dazugehörigen Skills und Moves – genau wie beim Training einer Sportart – lernen. Bei „Digitaler Selbstverteidigung“ heißt das: informier dich, sei aufmerksam und schütze dich  vor den Angriffen.

Wir produzieren fünf Clips für den Instagram-Kanal von jugend.support. Behandelt werden diese Themen:

  • Phishing
  • Hacker & Schadsoftware
  • Passwortsicherheit
  • Datenschutz-Grundverordnung – Was tut sie für dich?
  • So surfst du anonym.

jugend.support hat sich dafür Rat beim Experten Alexander Baetz geholt.  Er ist Wirtschaftsinformatiker und Spezialist für Privatsphäre und Sicherheit im Internet. Auf seiner Webseite privacytutor.de stellt er „simple Tipps für deinen digitalen Alltag“ bereit.

Unsere Fragen an Alex

jugend.support

Hallo Alex! Bevor diese Woche unser erster IGTV-Beitrag zum Thema Phishing veröffentlicht wird, möchten wir etwas mehr über dich erfahren. Du bis 23 Jahre alt, seit 2018 Bachelor in Wirtschaftsinformatik, arbeitest in einem StartUp und betreibst nebenher die Recherchen für die Artikel auf deiner Webseite. Wie kam es dazu, dass du dich so intensiv mit dem Bereich Privatsphäre und Datenschutz beschäftigst?

Alex

Schon während meiner Jugend beschäftigte ich mich intensiv mit dem Internet, Computern oder Smartphones. Deshalb war ich für Freunde und Verwandte oftmals der erste Ansprechpartner, wenn sie technische Fragen hatte. Damals ist mir bereits aufgefallen, wie viel Spaß es mir macht, anderen Menschen mit meinem technischen Wissen weiterzuhelfen. Der Aspekt des Datenschutzes bekam während meines Studiums immer mehr Relevanz. Hier habe ich mich noch tiefer mit Websites und dem Internet beschäftigt. Dabei ist mir mit der Zeit immer klarer geworden, wie umfassend wir von den großen Unternehmen überwacht werden und wie wenig die meisten von uns eigentlich darüber wissen.

jugend.support

Gibt es etwas, das dich ganz besonders ärgert, wenn du dir das Vorgehen der sogenannten „Datenkraken“ anschaust?

Alex

Dass sie es uns extrem schwer machen, schlecht über sie zu denken. Unternehmen, wie Google, Facebook und Co. bieten uns viele praktische Tools und Plattformen, die hübsch aussehen, intuitiv bedienbar sind und unsere Daten ganz automatisch mit allen Geräten synchronisieren. Diese sind meistens sogar kostenlos oder sehr preiswert. Deshalb haben viele von uns (mich eingeschlossen) aus dem Bauch heraus eine sehr positive Assoziation mit den großen Datenkraken. Woran allerdings die wenigsten denken: Wenn uns die Nutzung eines Produkts nichts kostet, sind in der Regel wir das Produkt.

jugend.support

Stimmt. Wir bezahlen mit unseren Daten - das hört man ja immer wieder. Jetzt mal abgesehen vom Datenschutz: Was sind die drei wichtigsten Tipps, die du allen User*innen empfiehlst?

Alex

Bevor man sich mit den vielen Details des Datenschutzes beschäftigt, sollten aus meiner Sicht erst einmal die Basics stimmen. Deshalb empfehle ich den Benutzer*innen eines Smartphones oder eines Computers sich an die folgenden drei Regeln zu halten:

  1. Niemals das gleiche Passwort benutzen: Wird ein Account gehackt, können sich die Kriminellen Zugang zu sämtlichen anderen Accounts verschaffen. Wie das passieren kann und was du dagegen unternehmen kannst, erkläre ich dir in meinem Video zu sicheren Passwörtern.
  2. Backups erstellen: Wichtige Daten, wie deine Kontakte, deine Urlaubsbilder oder Unterlagen für die Schule oder die Uni, solltest du niemals lediglich an einem Ort speichern. Am einfachsten ist es, wenn du die wichtigsten Daten regelmäßig auf eine Festplatte oder einen USB-Stick kopierst. Noch komfortabler ist beispielsweise ein Cloud-Speicher. Hier solltest du allerdings genauer untersuchen, wo deine Daten gespeichert werden und was damit gemacht wird.
  3. Updates installieren: Updates solltest du niemals über Monate hinweg hinauszögern. Nicht, weil du die neuen Features unbedingt benutzen musst. Viel wichtiger sind die Sicherheitsupdates, die dich vor vielen Hacking-Attacken schützen.

jugend.support

Danke für diese Info.
In deinem Themenbereich muss man ja immer schauen, was es Neues gibt. Was sind deine nächsten Pläne?

Alex

Für PrivacyTutor wollen wir uns in den kommenden Monaten mehr auf konkrete Praxis-Anleitungen konzentrieren, die mehr Datenschutz bringen. Zum Beispiel kann ich mir gut vorstellen, dass Schritt-für-Schritt-Anleitungen gut ankommen, die sich mit Themen beschäftigen, wie beispielsweise „Wie konfiguriere ich Android möglichst datenschutzfreundlich?“ oder „Wie ziehe ich mich aus dem Google Ökosystem zurück?“. Außerdem wollen wir in den kommenden Monaten verschiedene VPN-Anbieter genauer unter die Lupe nehmen. Beispielsweise indem wir Speed-Tests durchführen, uns die Datenschutzerklärung der Unternehmen genauer anschauen oder die Tools auf Sicherheitslücken prüfen.

Abgesehen davon freue ich mich natürlich auf die weitere Zusammenarbeit mit jugend.support. Ich bin gespannt, wie unsere Serie bei der Community ankommt und welche Projekte wir in den kommenden Monaten angehen werden.

jugend.support

Vielen Dank, Alex! Und vielen Dank für die gute Zusammenarbeit auch von unserer Seite.

Das Interview führte Michaela aus der jugend.support-Redaktion.

Wenn Ihr mehr über Alex und seinen Blog erfahren wollt, besucht www.privacytutor.de


Angebote zum Mitmachen

Mitmachen bei jugend.support

Bei jugend.support gibt es Rat und Hilfe bei Stress im Netz. Auf den insgesamt 21 Themenseiten aus den Bereichen „Privat & Öffentlich“, „Mobbing & Belästigung“, „Unangenehmes & Extremes“ und „Selbstgefährdung & Sucht“ bieten wir

  • Hintergrundinformationen und Tipps zur Selbsthilfe
  • eine Übersicht und Verlinkung zu anerkannten Beratungsstellen, die vertraulich und kostenlos helfen können
  • eine Übersicht und Verlinkung zu anerkannten Beschwerde-Hotlines und
  • Tipps zum richtigen Verhalten im Notfall.

Für Schulen und Jugendeinrichtungen haben wir auf der Seite „Mitmachen“ eine Übersicht mit allen Materialangeboten und Downloads erstellt, z.B. Postkarten und Poster, den  jugend.support-Trailer, Logos und Kampagnen-Motive.

  • jugend.support - Social Media MotiveDie Postkarten können in Schulklassen oder bei Veranstaltungen verteilt werden.
  • Die Poster passen gut in Klassenzimmer, PC-Räume, Flure oder Orte, an denen man sich trifft, im Büro der Schulsozialarbeit oder der Schülervertretung zum Beispiel.
  • Unser Trailer stellt jugend.support in 40 Sekunden vor. Er kann auf Webseiten eingebettet oder verlinkt werden.
  • Die jugend.support-Logos und -Kampagnen-Motive stehen frei zur Verfügung für Verlinkungen und Beiträge in Social Media-Kanälen.

Wir freuen uns, wenn Schülerinnen und Schüler dadurch auf das Rat- und Hilfeangebot jugend.support aufmerksam werden.

Weiterführender Link:

Willkommen bei unserem jugend.support-Blog

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In diesem Blog berichten wir über aktuelle Probleme und Beispiele, die zu unseren Hilfeseiten bei Stress im Netz passen. Dazu werden wir uns ab und zu mit Expert*innen austauschen. Alle Beiträge und noch viel mehr findet Ihr auch bei Instagram: @jugend.support!

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