Darstellung von Gewalt

Jeder kann im Netz Inhalte hochladen und veröffentlichen. Doch gerade bei drastischen Bildern ist immer die Frage, wer sie veröffentlicht hat und warum.

Gewalt hat unterschiedliche Formen. Verletzungen, Tötungen und Zerstörungen durch Krieg oder Folter gehören dazu. Aber auch wüste Beschimpfungen, Beleidigungen oder Streitereien. Gewalt kann sich gegen Menschen, den eigenen Körper, Tiere oder Gegenstände richten.

Es gibt viele Gründe für Gewalt. Sie wird z. B. angewendet:

  • um Macht zu demonstrieren
  • um gegen den Willen anderer Ziele zu erreichen
  • um sich zu rächen oder sich zu wehren
  • aus Angst, Wut oder Hass
  • aus Spaß oder Langeweile

Einmal im Internet angelangt, erreichen Gewaltinhalte schnell eine große Reichweite – durch liken, teilen oder kommentieren. Auch wenn du nicht nach solchen Inhalten suchst, können sie dir vorgeschlagen werden. Und sie können in Chroniken oder Newsfeeds auftauchen. Manchmal werden Gewaltinhalte als Mutprobe verschickt. In anderen Fällen wollen Nutzer auf grausame Geschehnisse aufmerksam machen und Gewalthandlungen anprangern.

Auf einigen Plattformen starten die Videos automatisch. Manchmal ist auch schon in einem Standbild eine grausame Szene dargestellt (z. B. als Vorschaubild). Darum ist es schwer, Gewaltinhalten komplett aus dem Weg zu tun. Doch es gibt einige technische und andere Möglichkeiten.

Technische Hilfsmittel
Selbstschutz – Das kannst du tun
  • Auch wenn die Neugier bei einigen Gewaltinhalten groß ist: klick sie weg, statt hinzuschauen!
  • Mach andere nicht auf etwas aufmerksam, das du selbst nicht sehen willst!
  • Melde die Inhalte direkt in der App. Wie das geht, erfährst du auf der Seite „Probleme melden“ oder beim ‘Kompass Social Media’.
  • Sprich mit einer Freundin, einem Freund oder einer erwachsenen Vertrauensperson. Darüber reden hilft, wenn man etwas Schockierendes gesehen hat.
Strafbare Inhalte

Viele Formen der Gewaltdarstellung oder auch die Verbreitung davon stellen eine Straftat dar. Wer solche Inhalte online findet, sollte diese Seiten melden. Ein Meldeformular findest du weiter unten bei „Melden/Beschweren“.

Für Straftaten ist die Polizei zuständig. Hier findest du eine Übersicht des Bundeskriminalamts über die Dienststellen in deinem Bundesland. Teilweise gibt es Internetwachen, bei denen man online Hinweise geben und Anzeige  erstatten kann. Lass dir dabei von einer erwachsenen Vertrauensperson helfen.

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


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Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
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www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


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Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn du Gewaltdarstellungen meldest, prüfen die Beschwerdestellen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.