Kettenbriefe

Was ist eigentlich der Zweck von Kettenbriefen? Das hast du dich sicher auch schon mal gefragt. Kettenbriefe werden z. B. geschrieben, um Macht auf andere auszuüben oder einfach aus Langeweile. Einige testen damit, ob ihre Ideen weiterverbreitet werden oder wie beliebt sie sind. Es gibt aber keine Vorschrift, dass Kettenbriefe weiterverbreitet werden müssen. Besser ist, wenn du erkennst, wann die Verbreitung okay ist und wann nicht.

Zugegeben: Manche Kettenbriefe sind echt lustig. Andere einfach nur blöd oder lästig. Hier sind ein paar Arten von Kettenbriefen, die ganz schön nerven:

  • Gruselgeschichten und Todesdrohungen
  • Bilder/Filme mit gewalthaltigen/pornografischen/extremen Inhalten
  • Mutproben und Challenges mit gefährlichen oder gesundheitsschädlichen Aufgaben
  • Abzocke durch Lockangebote mit Links auf Webseiten oder falschen Versprechungen
Was dich nervt, nervt auch andere

Du kannst sicher selbst gut zwischen lustigen und nervigen Kettenbriefen unterscheiden. Wenn dich etwas nervt, wird es auch andere nerven. Sende solche Inhalte also nicht weiter.

Regeln für den Gruppenchat

Spielen Kettenbriefe in den WhatsApp-Gruppen, in denen du unterwegs bist, eine große Rolle, wäre dies eine Möglichkeit: Überlege mit anderen zusammen, ob ihr ein paar Regeln für eure Gruppe aufstellt. Ihr könnt z. B. festlegen, wie das mit der Verbreitung laufen soll. Denkt daran, dass gerade bei gruseligen Inhalten gesetzliche Grenzen überschritten werden können. Das Jugendschutzgesetz regelt die Verbreitung von Inhalten, die Kindern und Jugendlichen Angst machen können. Diese Verbreitung kann sogar eine Straftat sein.

Du hast ein Problem und weißt gerade nicht weiter?

Hier kannst du dir Rat holen: jugend.support arbeitet mit Beratungsstellen zusammen, an die du dich kostenlos wenden kannst, auch ohne deinen echten Namen zu nennen!


Logo - Nummer gegen Kummer

Allein mit deinen Problemen? Wir sind für dich da – vertraulich und kostenlos

  • Kinder- und Jugendtelefon
    Mo bis Sa von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
    Samstags:„Jugendliche beraten Jugendliche“
  • em@il-Beratung
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort innerhalb von 48 Stunden

www.nummergegenkummer.de


Logo JUUUPORT Beratung
Anonyme Beratung und praktische Online-Tipps von Jugendlichen für Jugendliche
  • Persönliche Online-Beratung durch Scouts
  • Einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort in der Regel innerhalb von 48 Stunden

www.JUUUPORT.de


Logo der bke Jugendberatung
Fühlst du dich in der Gruppe unter Druck, dich immer an Kettenbriefen oder Challenges zu beteiligen? Du willst das eigentlich gar nicht (mehr)?
  • Onlineberatung durch Fachkräfte
    per Mail, Chat, Forum
  • für Jugendliche von 14 – 21 Jahren
  • einfacher Kontakt über Online-Formular
  • Antwort innerhalb von 24 Stunden
  • anonym – kostenlos – datensicher

www.bke-jugendberatung.de


Logo Save me Online
  • Beratung, Hilfe und Unterstützung bei Anmache im Netz, (Cyber-)Mobbing, Problemen mit Sexting, sexuellem Missbrauch, Zusendung von Pornos oder anderen sexuellen Übergriffen
  • bundesweit, kostenfrei und anonym
  • E-Mail: beratung@save-me-online.de
    Mo – Fr  –  Antwort innerhalb von 48 Stunden
  • Hilfetelefon: 0800 22 55 530
    Mo, Mi, Fr von 9 bis 14 Uhr, Di, Do von 15 bis 20 Uhr

www.save-me-online.de und www.hilfetelefon-missbrauch.de


Logo TelefonSeelsorge

Rund um die Uhr – 24/7 – erreichbar
Telefon-, Mail- und Chatberatung

www.telefonseelsorge.de

Hast du den Inhalt oder den Nutzer, der dich stört, direkt in der App oder beim Betreiber des sozialen Netzwerks gemeldet? Wie du das machst, findest du auf der Seite „Probleme melden“ oder im „Kompass Social Media“.

Wenn du damit nicht weiterkommst, können dir vielleicht die Internet-Beschwerdestellen helfen. jugend.support arbeitet mit den Beschwerdestellen eco, fsm und jugendschutz.net zusammen. Die Beschwerdestellen haben noch andere Möglichkeiten als die Nutzerinnen und Nutzer, mit Betreibern oder Einzelpersonen in Kontakt zu treten, um Inhalte entfernen zu lassen.

Für deine Nachricht an die Internet-Beschwerdestellen kannst du das unten stehende Beschwerdeformular nutzen.

Wenn du Kettenbriefe mit Links auf unangenehme Texte, Bilder, Videos oder Kommentare, z.B. Nacktbilder, Pornografie, Gewaltdarstellungen, Beleidigungen oder Hetze erhältst, solltest du diese Seiten melden. Die Beschwerdestellen prüfen die Inhalte genau. Sie setzen sich dafür ein, dass der Inhalt und der Account der Täterinnen oder Täter nicht länger online ist, wenn er gegen das deutsche Recht verstößt. Sie arbeiten dazu auch mit der Polizei zusammen.

Beschwerdeformular

Wenn du später erfahren möchtest, was aus deiner Meldung geworden ist, kannst du hier deine E-Mail-Adresse eintragen. Diese Angabe ist freiwillig.

*Pflichtfelder

* Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten an die Internet-Beschwerdestellen eco, FSM und jugendschutz.net geschickt werden, die sich um illegale Beiträge im Netz kümmern.

Nähere Einzelheiten, wie meine Daten für die Bearbeitung der Meldung gespeichert werden, habe ich in der Datenschutzerklärung nachgelesen.


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Du hast eine Frage oder ein Problem und möchtest sofort mit jemandem reden?
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Wann wähle ich den Notruf?

Wähle die 112, wenn du oder jemand anderes in Gefahr ist und so schnell wie möglich Hilfe benötigt.  Bei Stress im Netz kann es dabei um Selbstgefährdung – z. B. Suizidgefahr – oder um Fremdgefährdung – z. B. Gewaltandrohung – gehen.

Was passiert, wenn ich die 112 gewählt habe?

Du wirst mit der Notrufzentrale in deiner Nähe verbunden, die deinen Notfall aufnimmt. Die Person, mit der du sprichst, ist speziell dafür ausgebildet, dir mit deinem Problem zu helfen. Sie gibt es an die Feuerwehr, Polizei oder einen Notarzt weiter.

Am Telefon wirst du gefragt werden, was passiert ist. Hierbei helfen die 5-W-Fragen, die dir von der Rettungsstelle gestellt werden – du musst sie dir also nicht merken:

  • WO ist es passiert?
  • WER ruft an?
  • WAS ist passiert?
  • WIE VIELE Verletzte oder betroffene Personen sind es?
  • WARTEN auf Rückfragen. Vielleicht will man noch etwas von dir wissen.

Übrigens: Den Notruf erreichst du auch mit einem Handy ohne Guthaben und ohne die PIN eingeben zu müssen. Die Nummer 112 ist EU-weit einheitlich. In Deutschland kannst du die Polizei auch unter der Nummer 110 erreichen.

Klicke hier für weitere Informationen zu Hilfsangeboten bei polizei-für-dich

WICHTIG!
Der Missbrauch des Notrufs ist strafbar.